Kulturbedingungen

Warum ist die Freilandkultur so interessant? Neben der Energieeinsparung in den Wintermonaten ist die bereits in einer Wachstumsperiode erkennbare Änderung des Habitus sehr reizvoll. Nach 2-3 Jahren kommt es zu einer völligen Änderung des Erscheinungsbildes der Pflanzen. Die Körper werden gedrungener und sehr viel dichter in der Bedornung.

Jungpflanzen von Pediocactus simpsonii SB827 (li.) und Escobaria orcuttii (re.)
in geschützter Freilandkultur
im Januar 2003

 

Bei einigen Taxa ( Escobaria, Pediocactus simpsonii) ist das Dornenkleid so dicht, dass die Epidermis fast nicht zu erkennen ist. Schädlinge sind bei der Freilandkultur unbekannt oder extrem selten. Weichfleischige wenig bedornte Arten werden gelegentlich von Asseln oder Schnecken angefressen.

Folgende Bedingungen sind erforderlich um die nachfolgend aufgeführten Pflanzen sicher zu kultivieren:

Die hier diskutierten Pflanzen sind den in den einzelnen Tabellen angegebenen Minusgraden über mehrere Tage bis Wochen ausgesetzt gewesen. Es ist zu bemerken, dass auch Tauwetterphasen im Wechsel mit Frostperioden auftraten, dies ist in Norddeutschland eher häufiger der Fall. Die Diagramme von Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit aus dem Winter 2002/2003 soll dies veranschaulichen.

Relative Luftfeuchtigkeit in Hamburg vom 1.10.2002 - 30.4.2003

Temperaturen morgens 7.00 Uhr in Hamburg vom 1.10.2002 - 30.4.2003

Der Vergleich beider Diagramme zeigt die hohe Luftfeuchtigkeit bei niedrigen Temperaturen, dies ist für die Freilandkultur äußerst ungünstig und eine der Ursachen für das Absterben einiger Pflanzen.

 

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